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Die erschreckenden Langzeitfolgen von Stress am Arbeitsplatz

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3 Minuten Lesezeit

Stressbedingte Gesundheitsprobleme sind für mehr jährliche Todesfälle verantwortlich als Alzheimer, Diabetes oder Grippe. Zurecht wird Stress auch als größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts bezeichnet (WHO). In diesem Blogartikel lersnt Du Studienbasierte Methoden, um den Stress in deinem Leben zu besiegen.

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Inhaltsverzeichnis

Stress ist tödlicher als Diabetes

Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet Stress als die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. 60% alles Todesfälle stehen in Zusammenhang mit stressbedingten Erkrankungen. 1

Und unser Stress nimmt jedes Jahr weiter zu. Obwohl die wöchentliche Arbeitszeit sinkt, steigen die Fehlzeiten aufgrund psychischer Beschwerden wie Depressionen, Angst- und Belastungsstörungen in den letzten 15 Jahren um fast 90 Prozent. 2

Wieso Stress krank macht

Fest steht: Stress ist gekommen, um zu bleiben. Ein Leben ohne Stress wird es für die meisten von uns nicht mehr geben. Aber es gibt Hoffnung: wir können lernen, richtig mit dem Stress in unserem Leben umzugehen. Einige Forscher sagen sogar, dass das richtige Maß an Stress uns erst so richtig leistungsfähig macht.

Es gibt viele Studien dazu, wie Stress die Gesundheit und das Wohlbefinden belastet und uns langfristig krank macht. Ein besonders beeindruckendes Forschungsergebnis zeigen die Eliteuniversitäten Harvard und Stanford.

Diese veröffentlichten 2015 einen Bericht, der einen Blick auf die zehn häufigsten Stressfaktoren im Beruf wirft: von schlechter Führung über lange Arbeitszeiten bis hin zu unsicheren Arbeitsbedingungen. Danach untersuchten die Forscher, wie sich diese unterschiedlichen Stressoren auf die Gesundheit auswirken.

 

Das Ergebnis: durch den Stress am Arbeitsplatz können Gesundheitsprobleme entstehen, die gar zu tödlichen Erkrankungen führen können. Durch diese tödlichen Erkrankungen sterben jedes Jahr etwa 120.000 Menschen – ausgelöst durch Stress. Damit sind die Krankheiten die durch arbeitsbedingtem Stress gefördert werden, tödlicher als Diabetes, Alzheimer oder Grippe.

Gründe für Stress auf der Arbeit

Der TK-Stressreport (2016) hat gezeigt, dass besonders die folgenden drei Bedingungen für Stress am Arbeitsplatz sorgen:

  1. Zu viel Arbeit
  2. Termindruck
  3. Unterbrechungen

Ewig lange To-Do-Listen, die einfach kein Ende nehmen wollen; Fristen, die eingehalten werden müssen und dazu noch ständige Störungen. Gleich danach folgen das Gefühl, abgearbeitet zu sein sowie die Überflutung an Informationen. Kein Wunder, wenn man da gestresst ist.

Stressoren am Arbeitsplatz sind vielfältig, das zeigen auch die Studien. Letztendlich kann sich das, was Stress auslöst, von Mensch zu Mensch unterscheiden. Den einen stresst das Gefühl der Überforderung, den anderen die mangelnde Anerkennung. Verständlich, denn Stress ist ein individueller Prozess. Stress ist nichts, was direkt mit der Umwelt zu tun hat, sondern vielmehr mit individuellen Faktoren, die nunmal von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind.

Gleichzeitig ist ebenso die Menge an Stressoren entscheidend. Haben wir genug Ressourcen, um den Stressoren in unserem Leben zu begegnen, bleibt das Gleichgewicht erhalten – von Stress keine Spur. Fehlt es uns aber an Ressourcen, oder übersteigen die Stressoren unsere persönlichen Ressourcen, so entsteht das Gefühl, was wir alle wohl zu gut kennen: Stress.

Du bist für Deinen Stress verantwortlich

Stress ist nicht einfach da in deinem Leben. Es ist ja nicht so, als wenn dich plötzlich über Nacht der Stress erwischt. Stress ist äußerst individuell, denn Stress beginnt und endet in dir. Deine Umwelt ist nur der Auslöser. Damit liegt es an dir, wie du mit dem Stress in deinem Leben umgehst.

Alles, was du tust, hat einen Einfluss auf die Qualität deines Lebens. Jede noch so kleine Handlung kannst du nutzen, um deine Ressourcen zu stärken, um deine Gesundheit zu stärken, und um den Stress in deinem Leben zu reduzieren. Das geht nicht unbedingt von heute auf morgen, sondern ist meist ein Prozess, bei dem sich allerdings schon nach kurzer Zeit Erfolge einstellen können.

Für die Top-Stressoren am Arbeitsplatz haben wir Dir hier einige Lösungsvorschläge zusammengefasst.

Die Lösungen für Deinen Stress am Arbeitsplatz

Zu viel Arbeit

Kennst du diese erdrückende Gefühl, wenn du morgens einen Blick auf deine nicht endende To-Do-Liste wirfst und Dich fragst, wie Du das alles in 24h schaffen sollst? Was wäre, wenn du eine klare Struktur hättest

Tatsächlich kann es schon helfen, dir wirklich eine To-Do-Liste zu schreiben (wenn du das nicht sowieso schon machst). Denn dann schwirren die ganzen Aufgaben nicht einfach im Kopf umher, sondern finden einen Platz auf dem Papier und können so auch nicht vergessen werden. Eine simple Strategie, um nun vom Blick auf die Liste nicht schon überfordert zu sein, ist das Prioritäten setzen und Kategorisieren.

  1. Schritt: Filtere die Top 3 Prioritäten für den Tag heraus
  2. Schritt: Unterteile größere Tagesaufgaben in kleine Teilaufgaben (so kannst du auch noch schneller etwas auf deiner Liste abhaken – deine Erfolge werden sichtbar)
  3. Schritt: Widme dich zunächst den wichtigen Tagesaufgaben und arbeite dann Schritt für Schritt die Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit ab. Behalte dabei im Auge, was du alles schon geschafft hast!

Termindruck

Fakt ist, wir haben alle 24 Stunden am Tag. Daran ist auch nichts zu machen. Die Frage ist jetzt, wie wir diese 24h verbringen. Die meisten von uns verbringen 8h davon am Arbeitsplatz. Termindruck ist hier meist die Folge von schlechtem Zeitmanagement. Hier kann dir ebenfalls die strukturierte To-Do Liste mit klaren Prioritäten dabei helfen, weniger Druck durch bevorstehende Termine und Fristen zu verspüren.

Unterbrechungen:

So viele Vorteile die Digitalisierung und Co. mit sich bringt, so sehr dürfen wir auch lernen, diese Fortschritte wirklich zu unserem Vorteil zu nutzen. Ansonsten erhöht diese Vielzahl an Unterbrechungen und Informationen unser Stresslevel enorm. Gleichzeitig kosten uns Unterbrechungen jeder Art wertvolle Konzentration.

Jedes „bing“ und jedes vibrieren verringert unseren IQ um ganze 10 Punkte. Das ist so viel wie nach einer durchgemachten Nacht. Und die machen sich bemerkbar, wenn wir eigentlich gerade fokussiert unsere (lange) To-Do-Liste abarbeiten wollen. Die folgenden kleinen Tipps können Dich dabei unterstützen, um mit Unterbrechungen in deinem Leben bestmöglich umzugehen:

  • Plane Dir immer wieder feste Fokus-Zeitblöcke ein. In diesen Zeitblöcken wird fokussiert an einer bestimmten Aufgabe gearbeitet. Erst danach wird telefoniert, am Kaffeeautomaten gequatscht oder die neuen Emails gecheckt. Es kann durchaus sinnvoll sein, diese Fokus-Zeitblocke auch nach außen hin an Kollegen und Co. zu kommunizieren.
  • Aktiviere wann immer es geht den Flugmodus oder „nicht-stören“ Modus, um die Flut an Benachrichtigungen auf deinem Handy zu minimieren. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, dein Telefon für einen festen Zeitblock am Tag umzuleiten, um möglichst wenigen Unterbrechungen ausgeliefert zu sein.
  • Tipp: im „nicht-stören“ Modus kannst du festlegen, welche Anrufe dich dennoch erreichen sollen, so bist du für wirklich wichtige Anrufe / Notfälle trotzdem erreichbar.

Mit diesen kleinen Veränderungen kannst du den größten Stressoren am Arbeitsplatz erfolgreich begegnen, um so deinen Stress effektiv zu reduzieren. Denn fest steht: Stress ist gekommen, um zu bleiben. Wir können den Stress nicht vollständig aus unserem Leben verbannen, sondern dürfen lernen, damit umzugehen.

Den Umgang mit Stress neulernen

Wieso wollte Michael Jordan, der beste Basketballer aller Zeiten, nicht weiter spielen, als sein Coach gefeuert wurde? Weil er wusste, dass er seinen Coach braucht, um die Dinge zu verbessern, die er selber nicht sehen kann.

Um langfristig einen gesunden Umgang mit Stress zu lernen, kann es manchmal hilfreich sein, einen Coach zu haben, der Dir hilft Die Dinge zu sehen, die Du selbst nicht sehen kannst. Deshalb haben wir einen online Kurs rund um das Thema Stress aufgenommen wo wir all die Themen im Detail beleuchten. Du lernst in aller Fülle:

  •  wie Dein persönliches Stressprofil aussieht
  • was Deine individuellen Topstressoren sind
  • welche Stress-Strategien für Dich am besten funktionieren
  • wie Du mit mehr Ruhe und Gelassenheit durch den Alltag gehen kannst

Deine Krankenasse zahlt zwischen 80% und 100% der Kosten für den Kurs und Du lernst ganz entspannt simple Strategien für einen besseren Umgang mit Stress.

Wie du trotz Stress ein glückliches und gesundes Leben führen kannst und sogar gerade durch den Stress in deinem Leben aufblühst – das erfährst du im Re-Stress your Life Onlinekurs.

SEI DABEI
Du wirst gesünder, Deine Krankenasse zahlt.
Referenzen:
  1. G Fink. Stress: Concepts, Definition and History. Neuroscience and Biobehavioral Psychology, Jan 2017
  2.  „Ent­spann Dich, Deutsch­land“ – TK-Stress­studie 2016