Positive Psychologie verstehen und richtig anwenden

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Glück einfach guttut. Menschen, die sich glücklich fühlen, haben stabilere soziale Beziehungen, sind gesünder, leben länger, arbeiten effizienter und sind im Beruf erfolgreicher. Sie sind aktiver, hilfsbereiter und werden von ihrem Umfeld als Menschen voller Energie wahrgenommen.

Der Ratschlag: „Ach, denk einfach positiv“, hilft aber meistens nicht viel weiter. Aber es gibt eine Wissenschaft, die sich ausschließlich damit beschäftigt Dich glücklicher zu machen, dir zu mehr positiven Emotionen zu helfen und Deine Lebenszufriedenheit zu steigern.

Inhaltsverzeichnis

Positive Psychologie – die Definition

Viele Menschen setzen Positive Psychologie schnell mit positivem Denken gleich. Optimismus ist zwar ein wichtiger Aspekt der positiven Psychologie, ansonsten hat positives Denken, aber nur wenig mit Positiver Psychologie gemein. Dabei geht es nicht um voreilige Versprechen und „quick fixes“, die kurzfristigen Erfolg versprechen.

Die Positive Psychologie ist ein Zweig innerhalb der Psychologie, der es zum Ziel hat, wissenschaftlich erforschte Wege zu mehr Glück und Zufriedenheit zu zeigen. Man könnte auch sagen die Positive Psychologie ist die Wissenschaft eines erfolgreichen und glücklichen Lebens.

Was macht Positive Psychologie anders?

Die Skala deines Wohlbefindens

Du kannst Dir Deine Glücksskala wie ein Thermometer von -10 bis +10 vorstellen. Der negative Bereich dieser Skala beschreibt psychische Krankheiten wie Depressionen oder Angstzustände.

Bis Anfang des 21. Jahrhunderts hat die klassische Psychologie mit großer Hingabe psychische Störungen und Seelenkrankheiten erforscht und katalogisiert. Das Ziel der Psychotherapeuten war dabei immer darauf fokussiert, die Menschen aus dem negativen Bereich der Skala wieder auf eine 0 zu bringen.

Fest steht dennoch: Gesundheit – egal ob psychisch oder körperlich – ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Was gefehlt hat, waren Lösungen und Konzepte, um Menschen von einer +1 auf eine +9 zu bringen. Genau hier setzen die Praktiken der Positiven Psychologie an.

Hier gibt es bereits einige Übungen, die nachweislich dabei helfen können, ein glücklicheres Leben zu führen und so Schritt für Schritt die Leiter nach oben zu steigen, um bei Deiner persönlichen 10 anzukommen.

Wie Du von der Power der Positiven Psychologie profitierst

Bei der Positiven Psychologie spielen vor allem die folgenden Themen eine wichtige Rolle:

  • Glück
  • Lebenszufriedenheit
  • positive Emotionen
  • Beziehungen
  • Achtsamkeit
  • Resilienz

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Themen, mit denen sich ein Positiver Psychologe beschäftigt. Im Kern sucht diese junge Wissenschaft nach Antworten auf die Frage, was das Leben lebenswert macht.

Wissenschaftlich erwiesen: du bestimmst Dein Glück

Eine wichtige Annahme der Positiven Psychologie ist, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist.  Diese Annahme wurde in den letzten Jahren in vielen verschiedenen Studien wieder und wieder bestätigt. Die Wissenschaft bestätigt also; wenn wir etwas für unser Glück tun, können wir proaktiv unser Wohlbefinden verbessern.

Eine Studie zeigt, dass Deine Fröhlichkeit und Dein Glückslevel nur zu 50 % von Deinen Genen bestimmt wird. 10 % Deines Glückslevels sind geprägt durch Deine äußeren Umstände, wie Deine Arbeit, soziale Kontakte oder Dein Gehalt. Und zu 40 % ist Dein Glückslevel ein Ergebnis bewusster (oder unbewusster) Handlungen.

Was machen glückliche Menschen anders?

Vielleicht stellst Du Dir jetzt vor, dass die Übungen der positiven Psychologie wahnsinnig kompliziert und schwierig sind. Genau im Gegenteil. Um mit diesen Übungen Erfolg zu haben braucht es gar nicht viel. Es können schon sehr kleine Übungen sein, die nur wenige Minuten Deiner Zeit in Anspruch nehmen, die dann aber einen großen Effekt auf Dein Wohlbefinden haben können.

Durch bewusste Aktivitäten, oder kleine Gewohnheiten kannst Du einen maßgeblichen Einfluss auf Dein Wohlbefinden und Deine Lebenszufriedenheit nehmen. Und das ist auch der wichtigste Unterschied zwischen glücklichen Menschen und unglücklichen Menschen.

Glückliche Menschen tun ganz bestimmte Dinge, die dafür sorgen, dass sie langfristig glücklich sind. Eine dieser Aktivitäten, die sehr gut erforscht ist, ist zum Beispiel das regelmäßige und intentionale Praktizieren von Dankbarkeit. Aber auch die schriftliche Reflexion in Form von Tagebucheinträgen steigert nachweislich das Glückslevel und schützt vor negativen Emotionen.

Positive Psychologie in der Arbeitswelt

Positive Psychologie beschäftigt sich nicht nur mit dem Wohl des Einzelnen, sondern ist ebenso die Wissenschaft dessen, was Organisationen, Unternehmen und Gesellschaften dazu befähigt, sich bestmöglich zu entwickeln und zu gedeihen.

Die Prinzipien der Positiven Psychologie helfen dabei, den Arbeitsplatz in einen Ort des Glücks und der Erfüllung zu transformieren. Denn Arbeit kann uns muss für uns Menschen mehr sein als ein Ort, an dem wir irgendeine Tätigkeit ausüben, unsere wertvolle Zeit vergeuden und gestresst sind.

Besonders die folgenden Themenbereiche werden dabei angesprochen und optimiert:

  • Positive Führung stärken
  • Sinn am Arbeitsplatz erleben
  • Job Crafting & die Stärken einsetzen
  • Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Resilienz stärken und Stress reduzieren
  • Arbeitszufriedenheit steigern
  • Positive Beziehungen am Arbeitsplatz
  • Flow finden und Produktivität steigern
  • Wertschätzende Kommunikation

 

Durch eine Optimierung dieser Themen geht es nicht nur den Arbeitnehmern in ihrem Job besser, sondern auch das Unternehmen profitiert davon enorm. So steigert beispielsweise das Erleben von Flow durch die richtige Mischung aus Herausforderung und Kompetenzgefühl die Produktivität und so auch den Umsatz.

 

Gleichzeitig sind glückliche Mitarbeiter nicht nur gesünder, sondern auch engagierter bei der Arbeit und sind ihrem Arbeitgeber über die Jahre Loyaler. Der Einsatz von Konzepten Positiver Psychologie am Arbeitsplatz ist also eine echte Win/ Win Situation.